#50 Fokus, Fokus, Fokus!

Shownotes

Fokus ist kein starrer Tunnelblick. Er beginnt dort, wo wir wissen, was wirklich Aufmerksamkeit verdient – und wo wir immer wieder liebevoll zum Wesentlichen zurückfinden.

In dieser Folge sprechen Sabine Hübner und Ann-Kathrin über verlorenen Fokus, offene Tabs im Kopf, Meeting-Kultur, Rituale, strategisches Dranbleiben und den Unterschied zwischen Aktivität und Produktivität.

Worum geht’s? Ein Thema, das alle kennen: Wir haben mehr Auswahl, mehr Ablenkungen und mehr offene Tabs im Kopf denn je. Fokus bedeutet deshalb nicht, immer perfekt konzentriert zu sein, sondern immer wieder zum Ziel zurückzufinden.

Darum geht’s in dieser Episode:

  • Fokus braucht ein Ziel: Warum Klarheit die Voraussetzung ist, um Aufmerksamkeit bewusst auszurichten.
  • Einen Schritt zurück: Weshalb es hilft, kurz innezuhalten, wenn Autopilot, Stress oder Ablenkung übernehmen.
  • Klarheit und Konsequenz: Warum Fokus lernbar ist – und erst durch konsequentes Umsetzen Wirkung entfaltet.
  • Gut im Anfangen, stark im Fertigmachen: Woran Unternehmen erkennen, dass Projekte im Sand verlaufen und Ziele nicht erreicht werden.
  • Dranbleiben trotz Gegenwind: Warum strategische Themen nicht auf Eis gelegt werden sollten, auch wenn das Tempo sinkt.
  • Strategie im Alltag verankern: Wie große Ziele in operative Routinen, Regelkommunikation und Teilziele übersetzt werden.
  • Aktiv oder produktiv: Weshalb Beschäftigtsein nicht automatisch Fortschritt bedeutet – und Reihenfolge Fokus schafft.
  • Rituale und kleine Portionen: Warum machbare Schritte, Teil-Erfolge und ein ehrliches „Ta da“ helfen, den Fokus zu halten.

💬 Ein Satz, der hängen bleibt „Fokus bedeutet Klarheit und Konsequenz: Klarheit in dem, was ich zu tun habe, und Konsequenz darin, dass ich es umsetze.“

🎧 Reinhören lohnt sich, wenn … … du wissen willst, wie du zwischen To-dos, offenen Tabs und neuen Ideen wieder den Mittelpunkt deiner Aufmerksamkeit findest – und warum Fortschritt manchmal mit einem Schritt zurück beginnt.

Fokus, Fokus, Fokus! – Klarheit entsteht, wenn Aufmerksamkeit ins Tun kommt.

Transkript anzeigen

00:00:00: Man hat ja immer mal so ein Cheat Day oder man sagt, heute habt ihr das erst mal nicht gemacht.

00:00:04: Aber es ist so wichtig gleich wieder reinzukommen, denn wenn wir dann nur ein paar Tage aussetzen, kommt schon der erste Schlein drehen und behält den Fokus am Ende nicht.

00:00:12: Deswegen sind Rituale so wichtig.

00:00:25: Hallo zusammen!

00:00:26: Ihr seid zurück im Service-Kosmos und wir sprechen heute über etwas, das wir alle jeden Tag haben.

00:00:31: Und gleichzeitig ständig verlieren unseren Fokus.

00:00:34: Liebe Sabine, herzlich willkommen auch an dich.

00:00:37: Ja liebe Anker Trini, freue mich auf unsere nächste Ausgabe unseres Servicekosmos.

00:00:41: Ich finde wir haben uns ja ein spannendes Thema ausgesucht.

00:00:45: ich war auch einfach mal so frei und habe den

00:00:48: Duden

00:00:49: gefragt, was sich denn hinter dem Wort so verbirgt.

00:00:52: Wir haben ja auch schon gesagt, ich habe Fokus, Fokus.

00:00:55: Was war jetzt nochmal Fokus?

00:00:57: Was wollten wir noch mal besprechen?

00:00:58: Wo ist denn unser Fokus?

00:01:00: und der Duden beschreibt den Fokus als den Mittelpunkt des Interesses oder einer Sache.

00:01:05: also eigentlich eine ganz einfache Definition.

00:01:09: und trotzdem merken wir es sehr selber manchmal falls uns schwer irgendwie diesen Mittelpunk bewusst zu wählen und dann auch dabei zu bleiben wirklich den Fokuss zu halten.

00:01:17: Ja, mehr denn je.

00:01:18: Wir haben ja mehr Auswahl den je!

00:01:21: Wir haben mehr Ablenkungen den je, wir haben mehr Informationen den je... ...wir haben mehr Einflüsse den je also je mehr um einen rundherum ist und so herausfordernder wird es dann den Fokus oder die Konzentration zu behalten.

00:01:34: das stimmt mit Sicherheit.

00:01:35: Ja auf jeden Fall wenn du die letzten Tage mal zurückdenkst wann hast du gemerkt dass du deine Aufmerksamkeit vielleicht auf die falschen Dinge gelenkt hast oder vielleicht den Fokus kurzfristig an der Tischwelle abgegeben hat.

00:01:53: Ja, manchmal verliert man.

00:01:54: ja das geht glaube ich nicht nur mir so aber mich natürlich auch.

00:01:57: Wenn wir sehr unter Druck sind oder im Stress sind wie man es so schön sagt dann verlieren wir ja oft den Fokus da werden wir auch zerstreut.

00:02:03: also ich mache dann auf ganz komische Dinge wie ich leg mein Smartphone in den Kühlschrank oder die Wäsche nicht in die Wäschetonne sondern in die Toiletten schüsseler sind lauter komische Sachen die man dann plötzlich macht und das ist immer ein Zeichen... Also immer wenn ich solche Dinge mache dann weiß ich dass sich dem Fokus verloren habe und das bringt mich dann immer wieder zum innehalten und ich sage dann innerlich zu mir selber, okay Sabine jetzt geh noch mal einen Schritt zurück.

00:02:28: Und fahr nochmal an konzentriert dich nochmal und stelle die Frage wo wollte ich eigentlich hin oder was wollte ich tun?

00:02:36: Oder was wollte Ich denken?

00:02:39: und das passiert natürlich mir genauso wie wahrscheinlich vielen anderen die uns weiterzuhören.

00:02:44: Ich denke und ich hoffe vor allen Dingen auch ich habe das auch ganz häufig oder meine Mutter hat das früher mal gesagt wenn man eine Sache vorhatte und dann geht man durch eine Tür hindurch, dass man sozusagen an der Tierschwelle vergisst was man eigentlich sagen wollte oder was man tun wollte.

00:03:00: Und sie hat dann immer gesagt, Jan-Katrin Gelfa noch mal zurück und dann fällt es dir wieder ein das man wirklich wortwörtlich diesen Schritt zurückgeht und dann einfach nochmal die Erinnerung an das zurückholt etwas Was wollte ich denn eigentlich und wo habe ich überhaupt meinen Fokus drauf gelenkt?

00:03:16: Aber das mit den Klamotten in die Toiletten schüsselt ist natürlich dann schon.

00:03:23: Schwierig?

00:03:24: Ah, zu streuen meinst du.

00:03:26: Jetzt war ich ja ganz ehrlich das mir einmal passiert ist auch schon ein paar Jahre her also nicht gerade gestern ist eigentlich schon viele jahreher aber es war so lustig weil man so automatisiert Dinge macht und eben grade wenn man keinen Fokus hat dann kommen ja so Automatisierungen zu.

00:03:42: der Autopilot und meinen Autopilot hat offensichtlich versagt weil er die falsche Klappe aufgemacht und ich musste damals total lachen aus dem Bad rausgegangen, dann macht jemand was falsch.

00:03:54: Und bin wieder zurück gegangen und dann bin ich ganz schnell drauf

00:03:56: gekommen.".

00:03:57: Das war sehr lustig!

00:03:58: Also insofern ist es ja auch vielleicht ein wichtiger Aspekt dass wir liebevoll mit uns umgehen wenn wir den Fokus verlieren.

00:04:06: also ich kann ja herzlich über mich selber lachen und über meine Dinge die ich tue und das tut uns auch ganz gut wenn wir so ein bisschen Selbstironie haben

00:04:17: Auf jeden Fall, ich glaube sonst ist auch das Leben ein bisschen zu kritisch wenn man selber auch noch kritisch mit sich selbst ist gerade wenn es stressige Situationen sind.

00:04:27: Aber wenn du jetzt gerade sagst, dass es auch häufig wirklich... Stress und man läuft ja eigentlich über so ein Autopiloten, gerade wenn es zu stressig ist.

00:04:35: Glaubst du denn, Fokus ist eine Fähigkeit die wir lernen können oder eher einer Haltung?

00:04:41: Ja schon, das ist schon etwas was wir lernen könnten.

00:04:43: Erstens steht ja damit wir überhaupt einen Fokus haben können brauchen wir überhaupt ein Ziel.

00:04:47: weil worauf sollen wir uns fokussieren wenn wir kein Ziel haben oder eine Strategie?

00:04:51: im unternehmerischen Kontext würde man sagen eine Strategies und dann eben heruntergebrochen auch Ziele, denn diese sind die Voraussetzungen dafür dass ich den Fokus haben kann.

00:05:00: Wenn ich nicht weiß wo ich ihn will, habe er keinen Fokus dann... Soll ich sagen, laufen wir irgendwie rum wie so ein aufgeschäuchtes Huhn.

00:05:10: Und insofern ist die Voraussetzung dafür dass wir eine Klarheit haben.

00:05:14: also Klarheit ist auch ein wichtiger Punkt.

00:05:16: ja das wir Klarheit habe was wo will ich denn überhaupt hin?

00:05:20: Denn kein Mensch ist jetzt zu x Stunden am Tag zu hundert Prozent konzentriert.

00:05:24: weg sind ja auch immer mal unkonzentrieren und es ist sehr menschlich.

00:05:29: entscheidend ist allerdings dass sich dann immer wieder zurück finde natürlich zu meinem Fokus, über den wir ja heute sprechen und das setzt voraus dass ich auch wieder zurück finde zum Ziel der sich verfolge.

00:05:41: Und es hat mir manchmal auch in Meetings oder in Besprechungen sehr häufig sogar, dass man sich irgendwie so im Laufe eines Gesprächs, so dem Lauf einer Diskussion, im Lauf eines Meetings plötzlich so viele Aspekte sich addieren, dass mal ganz woanders rauskommt als man eigentlich wollte und des Ursprungsziel also die Antwort auf die Frage zu finden man im Kern finden wollte in diesem Meeting, dass die gar nicht beantwortet ist und man möglicherweise gar kein Ergebnis hat.

00:06:10: Ich finde in der Meetingkultur trifft man das sehr häufig, dass wir den Fokus verlieren und sich die Aspekte verheddern Und am Ende kommt man nicht zum Ergebnis und das ist bedauerlich, weil dann haben natürlich alle ihre Ressourcen verschwendet.

00:06:25: Am Ende kann man auch nicht weiterarbeiten, wenn man kein Ergebnis mitnimmt.

00:06:29: Insofern ist es im menschlichen oder persönlichen Bereich aber natürlich auch im unternehmerischen Kontext ein extrem wichtiger Punkt den Fokus zu haben.

00:06:39: Mir sagt einmal ein Kunde... Es ist ganz offen gesagt, das höre ich öfter.

00:06:43: Gerade bei uns in den Serviceprojekten, wenn es ja darum geht dass wir nachhaltige Konzepte und Programme umsetzen, das sind ja keine Quick Wins sondern das sind wirklich Programme die ja das Ziel haben, dass sich eine Serbishaltung im Unternehmen verankert.

00:06:58: Das dauert auch eine Weile und mir sagen oft am Beginn... unsere Kunden.

00:07:05: Das ist uns wichtig, dass wir da einen langen Atem behalten.

00:07:08: Da müssen sie uns unterstützen, denn wir sind gut im Anfang, aber schlecht im Fertig machen.

00:07:13: und das beschreibt es ja sehr schön, dass auch Unternehmen das selbstkritisch mit sich umgehen.

00:07:20: und der Mitarbeitern höre ich oft, jetzt wird schon wieder eine neue Sautos-Dorf getrieben und das andere ist noch gar nicht fertig.

00:07:25: Alles das sind Indizien und Aspekte die auf dem Thema Fokus oder eben nicht Fokus einzahlen.

00:07:33: Mhm.

00:07:34: Absolut, stimmt!

00:07:36: Ich würde gerne noch einmal auf die Meetingkultur zurückkommen weil wir haben es ja letzte Woche glaube ich war das auch mal anders herum erlebt dass wir so sehr im Fokus waren dass unser Trophix ist.

00:07:49: Wir haben jeden

00:07:50: Morgen

00:07:51: eine halbe Stunde Trophics in der wir einmal den Tag durchgehen und einmal schauen okay was steht an wer braucht wo vielleicht wehen Und diese halbe stunde ist am ende in vier Stunden ausgedehnt wurden, weil wir einfach so fokussiert waren.

00:08:07: Wir haben nicht nur eine Sau durchs Dorf getrieben sondern bestimmt fünf und die aber mit mehr als Erfolge waren sehr, sehr foküssiert.

00:08:15: Wir sind mit sehr vielen Ergebnissen und auch ich glaube mal, wir können es ruhig sagen, auch mal guten Ergebnisten rausgegangen.

00:08:23: das ist ja auch schön wenn man dann wirklich dafür belohnt wird, weil mir gerade eben gesagt haben, dass wir manchmal auch ein bisschen liebevoller zu uns selber sein dürfen und sagen dürfen okay war jetzt nicht so fokussiert gebe ich zu aber ich gehe jetzt einen Schritt zurück und dann wird es wieder.

00:08:39: Und auf der anderen Seite das man sich auch mal auf die Schulter klopft und sagt boah da war ich fokusiert und jetzt hatte ich wirklich einen sehr erfolgreichen Tag.

00:08:47: Ich habe das geschafft was ich mir vorgenommen habe und das tut ja auf der Anderen Seite genauso gut dass man wirklich merkt wenn wir da jetzt mit vier Köpfen uns zusammenstecken, dass diese vier Stunden keine verschwindete Zeit sind sondern sehr gut investiert.

00:09:00: Na gut!

00:09:01: Da kann man natürlich eins zum anderen.

00:09:03: also das wir an dem Tag glaube ich einen richtig guten kreativen Tag hatten.

00:09:08: Das war das eine.

00:09:09: und das zweite, dass wir viele Fragen die mir schon länger vor uns her schieben dass wir die in dieser Zeit gelöst haben und das ist ein ganz besonderes Privileg, das wir hier haben.

00:09:19: Dass wenn man jetzt gerade was ja selten genug kommt... Das muss man aber sagen, es ist nicht an der Tagesordnung, dass wir in halben Stunden schon fix ausweiten können auf vier Stunden weil dazwischen ja normalerweise X-Videocalls stecken oder ich sowieso unterwegs bin.

00:09:33: also das war jetzt so eine Gunst der Stunde Dass wir sagen können, viele Dinge die uns schon eine Weile bewegen konnten in diesen vier Stunden lösen und das hat uns geholfen Projekte abzuschließen voranzutreiben.

00:09:47: Und extrem gut in die Umsetzung zu kommen.

00:09:51: Das sage ich so oft oder das ist denke ich mir so oft in vielen Unternehmen geht es gar nicht weil man diesen Zeitraum gar nicht so... verwenden kann, wie wir das machen.

00:10:00: und wie oft sagen uns Unternehmen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Alltag sehr wenig Zeit um miteinander zu kommunizieren.

00:10:09: Und deswegen ist ja auch zum Beispiel unser Willearning-Programm so aufgebaut dass man sagt ja es ist eine halbe Stunde im Monat weil die kriegt man immer noch mal irgendwie unter aber es ist ja nicht in jedem Geschäftsmodell an der Tagesordnung länger zusammenkommen können und sich aus dem Tagesgeschäft herausnehmen können.

00:10:27: Also da haben wir es gut, natürlich ist das wahnsinnig erfreulich und sinnstiftend und zufriedenstellend.

00:10:33: wenn man dann sagt boah das ist jetzt einmal in vier Stunden unglaublich konzentriert mit einer großen Kreativität alle Fragen beantwortet die uns in den ganz entscheidenden Unternehmensprojekten wieder weiterhelfen

00:10:48: Stimmt, das war eine goldene Stunde sozusagen oder Goldene vier.

00:10:53: Ganz genau!

00:10:57: Wenn wir jetzt nochmal auf dein Beispiel zurückkommen dass du es häufig erhörst die Menschen sagen oder andere Unternehmen Kunden von uns sagen Wir sind gut im Anfang und beim Fertigemachen Da hängt es ein bisschen, da hat's ein bisschen.

00:11:11: Was meinst du?

00:11:12: Woran kann man erkennen, dass ein Unternehmen seinen Fokus verloren hat?

00:11:15: Weil ich glaube in dem Moment wo ich feststelle... Ich bin zwar gut im Anfang aber nicht gut im Fertigwerden habe ich den Fokus ja schon verloren.

00:11:23: also da bin ich ja schon dieser Schleife das man sagt Ja gut anfangen können wir hier alles und was fertig wird gucken wir mal was passiert.

00:11:33: Was gab es?

00:11:33: woran erkennt man das?

00:11:36: Naja man kennt daran dass viele Projekte, die begonnen werden irgendwo im Sand verlaufen.

00:11:43: Und dass man natürlich auch die Ziele, die man sich gesetzt hat dann auch nicht erreicht.

00:11:48: Das in der Regel verfolgt man ja mit jedem Projekt ein Ziel – das muss man sich gar nicht anfangen.

00:11:53: und dass man die Zielen dort nicht erreicht und es ist sehr frustrierend und auch sehr demotivierend für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weil man ja am Ende nie auf die Schulter klopfen kann und sagen kann, das haben wir jetzt richtig gut gemacht.

00:12:11: Da sind wir jetzt einen entscheidenden Schritt vorangekommen.

00:12:15: Und in Unternehmen hängt es ja auch manchmal zusammen dass sie auch die Strategien wechseln oder die Führungskräfte wechselen oder die Unternehmenslenker wechselnen und jeder natürlich dann zu seinen eigenen Marken setzen möchte und oft das was bisher da war eben nicht weitergeführt wird, sondern neue Dinge begonnen werden.

00:12:36: und das kann an vielen Stellen natürlich richtig sein denn es ist natürlich total legitim dass man sagt etwas was sich überholt hat oder was nicht mehr in unsere Zeit passt.

00:12:47: Das führt mir nicht mehr weiter, das ist ja richtig.

00:12:49: ja.

00:12:49: also jetzt muss ich auch sagen ein Projekt zu beenden oder den Fokus nicht zu behalten wenn's keine Relevanz mehr hat, das is ja total richtig.

00:12:56: Was ja aber viel häufiger gemeint ist, dass man sieht man hat nicht den langen Atem um etwas fertig zu machen.

00:13:03: Obwohl es eine gute Sache war und das begegnet uns ja auch manchmal, denn jetzt zumindest nicht unsere Impulse die wir ja auch machen.

00:13:13: aber die großen Programme brauchen eben Kontinuität und die brauchen Konsequenz und sie brauchen immer wieder Zuwendung zuwenden der Führungskräfte, zur Wendung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

00:13:25: Und sie brauchen einen Raum in der Steuerung denn wenn ich das nicht irgendwo steuere dann wird es nicht vorangetrieben.

00:13:32: Und gerade letzte Woche sagt mir wieder einer mein unserer Ansprechpartner naja es ist ja bei uns immer so wenn wir etwas verzielen dann wird's voran getrieben und wenn man es nicht verzielen dann plätschert sich vor sich hin.

00:13:45: Das ist natürlich nicht unser Ziel.

00:13:48: wenngleich wäre auch dafür sorgen dass das Thema Kundenorientierung oder Kundenfokus.

00:13:54: auch einen strategischen Stellenwert hat und damit auch in den Zielen verankert ist, sondern in Kenntzahlen verankern das im Idealfall.

00:14:02: Unser Ziel ist ja immer, dass man eine intrinsische Motivation hat, das Thema Service voranzutreiben – also nicht nur weil man es muss, sondern weil man's auch will!

00:14:11: Es gibt natürlich Zeiten wie die, die wir gerade eben haben, die durchaus herausfordernd sind und wo jedes Unternehmen schaut.

00:14:18: Wie komme ich da gut durch diese Zeit?

00:14:20: Und wie stellen wir uns dafür die Zukunft?

00:14:22: auf unsicheren und etwas volatilen Zeiten, nimmt man zwar vielleicht manchmal ein bisschen das Gas vom Gas-Bedal in den wichtigen Themen.

00:14:31: Allerdings ist es entscheidend dass wir noch fahren.

00:14:34: ja also ich muss jetzt nicht weil am Beginn gibt mir meistens um mal bei dieser Metapher zu bleiben.

00:14:40: Am Beginn macht man wie so einen Kickdown, also man düstlos und gibt Vollgas und ist da im drei Komma.

00:14:45: sieben Sekunden auf hundert hätte ich beinahe gesagt ungefähr.

00:14:48: und dann geht sich aber darum im Fahren bleiben und nicht anhalten oder zum Stocken kommen.

00:14:57: Und deswegen ist es wichtig, die entscheidenden strategischen Projekte ja nicht ganz auf Eis zu legen wenn wir gegenwinden haben sondern dass man vielleicht ein bisschen den Fuß vom Gas betahlen und sagt okay in der vollen Geschwindigkeit können wir das gerade nicht fahren aber wir fahren trotzdem kontinuierlich weiter.

00:15:17: Und das sind die wichtigen Signale, die man auch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sendet.

00:15:21: Denn wenn ich Dinge stoppe, dann ist das Signal ja immer und die eindeutige Botschaft versteckt oder nicht versteckt.

00:15:27: Das ist uns als Unternehmen nicht mehr wichtig.

00:15:29: Wenn es so ist, haben die Mitarbeiterinnen natürlich auch nicht mehr den Fokus auf diesem Thema.

00:15:34: Ja gerade wenn die Mitarbeitenden vielleicht auch schon Zeit investiert haben um das Projekt voranzubringen und dann ist es gerade kurz davor zu laufen, dann sagt man doch nicht wir haben sonst Anders überlegt und wir gehen jetzt nicht nur mit dem Fuß vom Gas, sondern wir nehmen direkt die Vollbremsung.

00:15:53: Oder drehen so da oben?

00:15:55: Oder drehnen um

00:15:56: genau.

00:15:56: Also auch das haben wir ja schon erlebt manchmal, dass man sagt bitte, wir drehen um.

00:16:01: Und es ist sehr unzufrieden Stellen gerade wenn meine Mannschaft richtig motiviert hat.

00:16:04: oder wenn die Menschen was heißt motiviert sind und auch an etwas glauben dann ist das eigentlich unglaublicher Reibungsverlust.

00:16:11: und an vielen Stellen überkommt mich der Eindruck in ihrer kompletten Dimension dort gar nicht erfasst, sondern eben nüchtern auf die Achsel der Bälle schaut und die Zahlen anschaut.

00:16:24: Aber nicht die komplette Auswirkung, die man gar nicht... Ja oft auch schwer zu messen ist im Sinne von Produktivität, Motivation, Loyalität, Verbundenheit.

00:16:35: Die fließen ja nicht in diese Überlegungen ein oder viel zu wenig ein?

00:16:39: Ja absolut!

00:16:40: Ja vor allen Dingen das ist ja auch selbst wenn wir jetzt beschließen wir machen es nicht aber Wir sagen, wir machen das später und es kommt aber nur an.

00:16:50: Wir machen das nicht ist es ja in dem späteren Zeitpunkt, an dem wir's vielleicht wieder aufnehmen viel schwieriger die Menschen nochmal zu motivieren und zu sagen Ja komm jetzt ich weiß beim letzten mal das hat nicht geklappt Aber jetzt gehen wir damit voller Motivation rein.

00:17:04: Ich glaube da geht man ja auch einfach sehr voreingenommen rein.

00:17:07: also Ich bei dem ersten Mal gehe ich da mit voller Motivation rein, nehme ich ja cool.

00:17:11: Cooles Projekt!

00:17:12: Da können wir was Tolles auf die Beine stellen und es macht bestimmt Spaß.

00:17:15: oder klar das wird auch viel Arbeit.

00:17:16: aber grundsätzlich habe ich da erstmal eine positive Motivion, ich sage mal eine positive Anspannung vielleicht und es ist voll im Fokus und wenn ich dann über den späteren Zeitraum nochmal komme... ...ist ja immer dieses gewisse... diese gewisse Skepsis noch mit dabei.

00:17:32: Und ich glaube, dann wird es schwierig das Thema wirklich zu hundert Prozent zurück in den Fokus zu setzen und dazu sagen okay dass ist jetzt unser Flagship sage ich mal auf das wir uns konzentrieren wollen.

00:17:43: Ja, absolut.

00:17:44: Das begegnet uns ja auch oft, dass man sagt, das haben wir alles schon gehabt und Service haben wir doch schon mal.

00:17:48: vor fünfzehn Jahren gab es da schon mal irgendeine Initiativen.

00:17:51: Da kommen dann oft zu den Namen der Kunde ist Königprogramm oder sonst etwas.

00:17:55: Und da hast du vollkommen recht, sag ich so bewusst, da müssen wir uns ja auf die Glaubwürdigkeit arbeiten, dass es dieses Mal anders wird und dass es diesmal besser wird und das wir dieses Mal durchhalten.

00:18:08: Das ist was ganz wichtiges Und das wissen wir ja, das haben wir auch schon so oft thematisiert.

00:18:14: Das ist Winterverhaltenspsychologie wenn wir eben etwas wirklich verinnerlichen wollen brauchen, wenn es eine ziemlich lange Zeit bis das verinnerlicht ist und deswegen ist es sehr wichtig Rituale zu haben und das ist gerne nicht nur im Geschäftsleben wichtig, sondern auch in persönlichen Leben.

00:18:30: Ich glaube das weiß ich gar nicht ob ich das jetzt hier im Podcast schon mal erzählt habe.

00:18:34: aber als ich vor ein paar Wochen bei einer Ayurveda-Kur war hab immer so einige Punkte mitgenommen von denen ich gesagt hab naja die bekomme ich meinen Alltag integriert und das möchte ich auch integrieren weil es mir einfach gut tut.

00:18:45: und bei manchen Dingen wusste ich schon das kriege ich mit meinem vielen Reisen und mit meinem unterwegsen das wird nichts.

00:18:52: Das nehme ich mir gar nicht vor, weil da bin ich nur frustriert dass sich das dann nicht konsequent umsetzen kann und habe mich so ein paar Punkte rausgenommen von denen ich gesagt hab also das glaube ich das kann ich machen und das ist schon interessant.

00:19:03: man hat ja immer mal so einen cheat day oder man sagt okay heute hat man das erst einmal nicht gemacht aber es ist so wichtig dann gleich wieder reinzukommen denn wenn wir dann noch ein paar Tage aussetzen kommt schon der erste Schlein drehen und dann behält man den Fokus, so halt unser Thema Fokus behält mit dem Fokus dann am Ende nicht alles so wichtig und deswegen arbeiten wir ja auch, wie du weißt mit vielen kleinen Portionen wo ich sage das kann nicht durchhalten.

00:19:31: Und das ist machbar in einem Alltag.

00:19:35: oder so eine halbe Stunde hat man eben immer nochmal einmal im Monat die kriegt man unter sonst verliert man eben den das dran bleiben und dann bleibt am Ende gar nichts übrig und dann ist keinem geholfen.

00:19:49: Das stimmt.

00:19:50: Ja vor allen Dingen, ich finde auch dadurch das ja einfach generell vieles auf einen einprasselt am Tag also ob es jetzt eine fünf Meld sind die irgendwie alle gleichzeitig wichtig sind dann kommen noch irgendwie was bei Social Media, dann kommt vielleicht doch eine private Nachricht rein.

00:20:07: Ein neues Projekt, worüber man sich ja freut, da noch ne Anfrage sind ja einfach viele Tabs offen im Kopf und das ist auch irgendwie dass man sich am Ende des Tages aufdenkt, ich bin echt platt und war gut beschäftigt aber diese Frage zu beantworten von war ich wirklich fokussiert?

00:20:25: Und habe ich B auch das geschafft, was ich mir vorgenommen habe?

00:20:28: Bei

00:20:28: einem Ende gibt es schon einen Unterschied zwischen Aktivität und Produktivität, also dass ich da überhaupt mal meine Tabs in so priorisiere.

00:20:40: Und so richtig rum anordne das sage okay Ich habe das jetzt alles und ich mache jetzt eines nach dem anderen.

00:20:46: Das eine kann ich vielleicht auch nachher noch machen und bringe da den Fokus an die richtige Stelle weil ich das eben zum Beispiel von mir selber kenne.

00:20:54: Wenn viel auf mich einprasselt dann hab' ich diese Tabs offen.

00:21:00: Ich fange gerne Dinge gleichzeitig an und dann habe ich eben acht Hälbsen offen, sechs davon irgendwie angefangen.

00:21:07: Und bin dann den ganzen Tag beschäftigt und gehe dann abends raus.

00:21:10: nehmen wir ja gut von den acht hab ich jetzt zweieinhalb gut gemacht und die hatten auch meinen Fokus aber die anderen habe ich irgendwie trotzdem angefangen.

00:21:20: Aber es ist ja Quatsch weil ich habe sie nicht zu Ende gemacht also muss sich am nächsten tag wieder damit anfangen.

00:21:24: Dann das ist ja manchmal logischer wenn ich wirklich sage okay Bin ich nur aktiv oder bin ich auch produktiv?

00:21:31: Und was bekommt hier meinen Fokus und was darf jetzt auch mein Fokus bekommen, und was nicht.

00:21:37: Ja, wir sind auf den ganzen Tag beschäftigt aber eben nicht produktiv.

00:21:40: Und früher als wenn die klassische Regel aus dem Zeitmanagement ist, früher hat man gesagt jedes Blatt nur einmal in die Hand zu nehmen jetzt können wir sagen jeden Tabner jedes Ding nur einmal zu öffnen und dann fertig zu machen und dann wieder zu schließen und nicht dreimal anzufangen um es halbfertig zu machen.

00:21:53: das ist ja produktiv.

00:21:55: also insofern sich zu fragen In welcher Reihenfolge arbeite ich?

00:22:00: Das aber wenn mal zurückkommt gerade wenn man sich so viel gleichzeitig vornehmt oder zuviel vornehmt und den Fokus verliert, dann erscheint einem ja das wie so ein Berg, wie so einen Siebentausender.

00:22:13: Und man denkt sich oh Gott!

00:22:15: Das schaffe ich ja irgendwie gar nicht.

00:22:16: Das ist ja gar nichts zu bewältigen und viele Menschen gehen da gar nicht los weil sie denken es ist sehr schwer auch wie eine Bürde und deswegen ist es natürlich viel, viel schlauer eins nach dem anderen zu machen und sich auch zu fragen was stört mich denn oder was hält mich denn ab von dem, was ich den ganzen Tag mache?

00:22:38: und jetzt da haben wir schon einige mal in einem Podcast auch darüber gesprochen.

00:22:42: Mir fällt es oft auf wenn ich Menschen zuschaue beim Arbeiten das einfach schlicht weg und ergreifend die Systeme ungeschickt eingerichtet sind.

00:22:51: Und dass jede Mail, die reinkommt über den Bildschirm flitzt und das lenkt uns natürlich ab.

00:22:57: Also da muss ich jetzt kein Hellseher und kann auch kein Spezialist sein.

00:23:01: also wir können auch viel tun um den Fokus zu behalten.

00:23:06: und unternehmerisch betrachtet ist die Frage bekomme ich denn eine Strategie?

00:23:13: Bekomme ich die runtergebrochenen Alltag?

00:23:16: Also findet dann die übergeordnete Strategie, findet sie auch im operativen Alltag jeden Tag statt.

00:23:23: Also habe ich da den Fokus drauf und bei unserem Begriff heute zu bleiben oder hat man wie so häufig gibt es Offside Meetings und Strategieformulierungen?

00:23:34: Dann bleibt das aber immer auf einer Flughöhe, die nicht so fassbar ist.

00:23:38: Und das Entscheidende ist ja dass es gelingt, Gedanken oder das, was man sich vorgenommen hat eben runterzubrechen auf den Alltag und wirklich in die operative Arbeit mit einzubauen.

00:23:50: Und auch in die Regelkommunikation mit einzubauen und sich genau eben anzuschauen, was haben wir denn geschafft?

00:23:58: Wo hängen wir hinterher?

00:24:00: und sich über die Teilziele zu freuen und die auch zu feiern.

00:24:05: Denn oft bei großen Projekten oder bei großen Zielen dauert es ja oft wahnsinnig lange bis wir zum Fertigmachen kommen.

00:24:16: Und insofern ist es ja wichtig, auch die Teilschritte gut anzuschauen und diese Fortschritten auch zu feiern.

00:24:24: Hartnäckigkeit, wie Sie mir sagen, ist gefordert!

00:24:28: Und schon auch Anspruch... Also das ist ja eine ganz wichtige Frage.

00:24:33: Hab ich den Anspruch etwas wirklich fertigzumachen?

00:24:35: Ja, das stimmt.

00:24:37: Das sind jetzt sehr viele Dinge mit Hartnäckigkeit, mit Anspruch, mit intrinsischer Motivation und vielmehr.

00:24:47: Ich habe trotzdem noch einen Satz wo ich dich bitten würde dass du den einmal vervollständigst und ich glaube damit können wir das ganze gut abrunden.

00:24:56: und der Satz lautet...

00:24:57: Liebe Überraschungen!

00:24:59: Ich weiß Der Satz lautet Fokus bedeutet für mich

00:25:05: Klarheit.

00:25:07: Darf ich da ein Wort sagen oder darf ich entwerte es auch noch sagen?

00:25:10: Du darfst auch ein zweites sagen.

00:25:12: Klarheit und Konsequenz, würde ich sagen.

00:25:15: Also Klarheit in dem was sich zu tun habe und Kesequenz in dem das ich es durchziehe?

00:25:20: Wie ich es umsetze ganz genau.

00:25:22: Sehr schön!

00:25:24: Gut, ich würd' sagen... Das war ne glaube ich ganz fokussierte Folge.

00:25:29: Ich glaube da haben wir uns gut dran getan was jetzt unsere Hörerinnen und Hörern gar nicht mitbekommen haben.

00:25:37: Wir haben im Moment ein Happiness-Manager bei uns im Büro, der – das klingt jetzt vielleicht bisschen komisch – aber zu Füßen von Sabine liegt!

00:25:45: Und es ist die Lou ein schwarzes Labradormädchen.

00:25:51: Die hat uns heute neben euch liebe Hörerin und Hürer durch unsere Folge gebracht.

00:25:56: Ich glaube, sie ist gerade nicht so fokussiert und die schläft bestimmt.

00:25:59: Die macht ihr Nachmittagsschläfchen, so wie sich das gehört.

00:26:03: Meine Füße liegt auf jeden Fall nicht.

00:26:05: Ja dann wird sie sich hinten auf ihrer Decke bestimmt zusammengekringelt haben.

00:26:10: Aber es könnte natürlich passieren wir machen immer so kleine Videos dass plötzlich irgendwo durchs Bild rauscht.

00:26:16: Das stimmt

00:26:18: Auf jeden Fall bellt sie ja nie, deswegen hört man sie nicht.

00:26:21: Also dass Sie vielleicht mal gehen oder sowas.

00:26:25: Lu ist aber nicht so fokussiert sondern immer wenn er nah aufsteht dann läuft sie mit.

00:26:29: Sie ist praktisch immer beschäftigt.

00:26:31: Man könnte sagen der ganze Tag ist Gassi-Gitag.

00:26:34: Das stimmt!

00:26:34: Sie ist auf jeden Fall durchweg aktiv produktiv... eher weniger, aber dafür ist sie für unsere Gutsche Laune da.

00:26:43: Und ich würde sagen damit schließen wir unsere heutige Folge tatsächlich schon Folge Nummer fünfzig und vielleicht nehmt ihr euch einfach mal die Frage mit für die nächsten Tage.

00:26:57: was verdient eigentlich meine Aufmerksamkeit?

00:27:00: Und schaut mal okay bin ich überhaupt so fokussiert wie Stenke oder bin ich in Anführungsstrichen nur aktiv oder vielleicht sogar richtig Produktiv?

00:27:08: und dann würde ich sagen, bis bald wieder mit einem neuen Gast.

00:27:13: Und tschüss!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.