#51 Service – die versteckte Power?

Shownotes

Warum die stillen Servicehelden alles am Laufen halten

Guter Service fällt oft erst dann auf, wenn etwas nicht funktioniert. Dabei arbeiten im Hintergrund jeden Tag Menschen daran, technische Systeme verfügbar zu halten, Probleme zu lösen und dafür zu sorgen, dass Kundinnen und Kunden schnell weiterarbeiten können.

In dieser Folge spricht Sabine Hübner mit Robert Krause, Vice President Strategy und Service Management bei der LPR Group, über die oft unterschätzte Welt des Third-Party-Service. Es geht um Servicetechnikerinnen und Servicetechniker, die im Auftrag unterschiedlicher Marken arbeiten, um komplexe Service-Netzwerke und um die Frage, warum Service längst mehr ist als ein notwendiges Anhängsel zum Produkt.

Spoiler: Die besten Serviceeinsätze sind häufig diejenigen, von denen Kundinnen und Kunden möglichst wenig mitbekommen. Das Problem wird gelöst, das System läuft wieder – und statt des Produkts kommt der Kunde zurück.

🎙️ Diese Episode ist für alle, die Service strategisch denken, technische Dienstleistungen weiterentwickeln oder verstehen möchten, welche Menschen, Prozesse und Technologien hinter einem funktionierenden Service-Netzwerk stehen.

Darum geht’s in dieser Episode:

  • Third-Party-Service verstehen: Was externe Servicedienstleister leisten und warum sie im Auftrag verschiedener Hersteller technische Systeme warten, installieren und reparieren.
  • Service im Namen anderer Marken: Wie Technikerinnen und Techniker gleichzeitig die Werte des Dienstleisters und der jeweiligen Kundenmarke vertreten.
  • Technik trifft Menschlichkeit: Warum neben technischem Fachwissen auch Kommunikation, Empathie und die Fähigkeit zur Deeskalation entscheidend sind.
  • Service als strategischer Erfolgsfaktor: Wie Unternehmen sich durch Service differenzieren, Kunden langfristig binden und zusätzliche Umsätze generieren können.
  • Von der Feuerwehr zum Brandverhüter: Weshalb sich der technische Service zunehmend von „Break and Fix“ hin zu präventiver und vorausschauender Wartung entwickelt.
  • Predictive Service: Wie Maschinen- und Nutzungsdaten helfen können, Ausfälle vorherzusagen und Bauteile zu ersetzen, bevor ein System stillsteht.
  • Lernen im Service-Alltag: Warum E-Learning, Präsenztrainings und der direkte Wissensaustausch zwischen Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen wichtig sind.
  • Technologien der Zukunft: Welche Bedeutung Robotik, Paketstationen, intelligente Kassensysteme, künstliche Intelligenz und vernetzte Geräte für den Service von morgen haben.
  • Make or Buy: Wann Unternehmen ihren technischen Service selbst übernehmen sollten und wann Outsourcing oder hybride Servicemodelle sinnvoller sind.
  • Service-Netzwerke richtig aufbauen: Warum Sales und Service eng zusammenarbeiten müssen und weshalb ein professionelles Onboarding Zeit, Planung und verlässliche Dokumentationen benötigt.
  • Der Servicetechniker der Zukunft: Wie KI, datenbasierte Fehlerdiagnosen und VR-Brillen technische Einsätze unterstützen und die Arbeit vor Ort verändern könnten.

Ein Gedanke, der hängen bleibt: „Guter Service ist, wenn der Kunde zurückkommt – und nicht das Produkt.“

🎧 Hör rein, wenn du erfahren möchtest, welche versteckte Power im technischen Service steckt, warum die stillen Serviceheldinnen und Servicehelden für funktionierende Unternehmen unverzichtbar sind und wie aus Reparatur, Technologie und Menschlichkeit ein strategisches Geschäftsmodell wird. 🚀

Transkript anzeigen

00:00:01: Ich muss mir darüber im Klaren sein, wie helfe ich den Techniker da draußen auf der Straße?

00:00:07: Habe ich eigentlich den Support auch im Hintergrund, der den Technikern hilft.

00:00:13: Also das wird auch häufig unterschätzt.

00:00:16: Man schweißt etwas über einen Zaun in den Service, egal ob in den eigenen oder in den Third-Partyservice und hofft dass irgendwer was auffängt.

00:00:25: Das ist ein Fehler!

00:00:27: Es ist ein Projekt, das sorgfältig geplant und durchgeführt werden muss.

00:00:32: Und es ist nicht machtmal eben!

00:00:45: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge hier in unserem Service-Kosmos.

00:00:50: Manche von euch kennen vielleicht das fünfte Rad am Wagen, manche sprechen möglicherweise vom dritten Rad am wagen.

00:00:57: Normalerweise ist es ja etwas, was so wie soll man sagen umsonst ist.

00:01:01: Aber heute geht's um das dritte Rat in einem anderen Kontext.

00:01:04: Es geht nämlich um den Third Party Service und der ist nicht umsonsten sondern er hält in der Regel alles so richtig am Laufen und dazu begrüße ich einen besonderen Gast hier bei mir.

00:01:16: herzlich willkommen lieber Robert Krause zum Thema Third party service Und ich sag ein bisschen was zu dir und dann steigen wir gleich richtig ein.

00:01:26: Robert ist sein Leben lang schon ein glühender Vorantreiber von Third Party Services, du bist Strategie und hast schon viel aufgebaut in diesem Bereich.

00:01:38: Aktuell begleitest Du die Funktion des Vice-President Strategy & Service Management bei der LPR Group.

00:01:45: Ihr seid ein reiner Dienstleister, dreihundertsechzig Graddienstleister kann man sagen in diesem Feld.

00:01:51: Schön dass du da bist zu dem Thema!

00:01:54: Ja danke Sabine.

00:01:55: freut mich auch das wir zwei heute über den Service sprechen besonders natürlich ich sag mal über die Helden des Alltags, die man eigentlich gar nicht so richtig wahrnimmt.

00:02:06: Die aber natürlich viel im Hintergrund am Laufen halten und das zählt eben zu den Aufgaben eines Third-Party-Providers dafür zu sorgen dass eigentlich die Tagesabläufe der verschiedensten Bereiche reibungslos laufen.

00:02:21: Ich fange mal mit einer anderen Frage an.

00:02:22: Beginnen wir erst einmal mit einer persönlichen Frage Was ist denn für dich ein richtig gutes Service?

00:02:29: Richtig guter Service kann eigentlich sagen, wenn der Kunde zurückkommt nicht das Produkt.

00:02:34: Das heißt also natürlich man hinterlässt einen glücklichen zufriedenen Kunden.

00:02:41: Wenn es denn dann einmal wirklich zum Service Fall gekommen ist.

00:02:44: ja Natürlich versuchen alle zu vermeiden dass es überhaupt zur service einsetzen kommt.

00:02:49: das lässt sich aber natürlich bei der Technik nicht vermeiden.

00:02:52: das ist unausweichlich.

00:02:55: und Ein guter Service zeichnet sich natürlich dadurch aus, dass man den Techniker nicht sieht oder hört.

00:03:01: Dass er ein sauberes Gerät zurücklässt und einen zufriedenen Kunden der wieder mit seinen Systemen weiter

00:03:11: arbeiten kann.

00:03:12: Vielleicht bevor wir das Thema noch tiefer einsteigen vielleicht gehen wir nochmal einen Schritt zurück.

00:03:16: möglicherweise ist nicht jeden Third-Party-Service im Begriff.

00:03:19: vielleicht magst du es nochmal aus deiner Sicht?

00:03:22: also deine Definition dazu geben oder kurz erklären, was das genau ist und was ihr genau

00:03:27: macht.

00:03:28: Gerne!

00:03:28: Also wir beschäftigen uns eben wirklich mit Service- und Logistik.

00:03:33: Wir selbst haben keine eigene Hardware sondern wir bieten unsere Dienstleistungen verschiedensten Hardwareherstellern oder Betreibern von Hardware oder Hardwaresystemen an.

00:03:44: Das heißt also von der Hotline über Warehouse, Logistik.

00:03:50: Ein Repair Center plus eben auch Zwei Hundert Fünfzig Techniker die draußen auf der Straße unterwegs sind und die reparieren oder beziehungsweise führen Wartungen Installationen durch zum Beispiel bei der Drucktechnik Medizintechnik im Bereich Robotik aber auch Point of Sale oder im Energiebereich.

00:04:11: Und uns zeichnet eben aus, dass wir keine eigene Hardware haben sondern wirklich im Auftrag von entweder Hardwareherstellern oder den Betreibern arbeiten.

00:04:22: Das stellt uns natürlich vor viele spannende Herausforderungen.

00:04:27: Dadurch haben wir ein sehr großes Portfolio von dem was wir betreuen.

00:04:32: Große Anzahl Kunden und auch eine prozessuale Komplexität neben der normalen technischen Komplexkeit die Also die Meister müssen.

00:04:42: Und ihr vertretet ja sozusagen viele Marken und das ist ja auch was Besonderes für eure Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:04:48: Ich kenne das, ich habe vor über twenty-fünf Jahren das zum ersten Mal sehr intensiv kennengelernt mit der Servicemarke Omni Plus – ich weiß nicht ob du die kennst?

00:04:56: Das ist die Servicemarcke von Mercedes & Settra und es war eine sehr spannende Marke weil sich damals Mercedes & Setra Busse also Autobusse, die ja auch sehr hochwertig sind, sich überlegt haben wie machen wir denn das im Service?

00:05:11: Denn wenn beide Marken vertreten sind und da muss man ja wissen, dass sowohl es eine sehr Mercedes-Busse haben als auch eine große Fangemeinde.

00:05:22: Das heißt das gibt eine große Markenloyalität.

00:05:26: Wenn die Busse in die Werkstatt kommen dann kann der Servicemitarbeiter einmal schnell die SETRA Kleidung anziehen und dann springt er irgendwo hinter dem Paravon.

00:05:37: Und wenn der Mercedes-bus kommt dann zieht er die Mercedes Kleidungen an an und springt als Mercedes-Mitarbeiter hinter dem Vorhang hervor, sozusagen.

00:05:45: Und deswegen hat man eine ganz eigene Marke dafür gegründet Omni Plus die eben für beide Marken sozusagen den Service macht und die Technik macht.

00:05:54: das ist aber euch recht ähnlich denn die Kolleginnen und Kollegen arbeiten ja für viele Marken.

00:05:58: wie hand habt ihr

00:06:00: das?

00:06:00: Das ist absolut ähnlich, es ist vergleichbar.

00:06:03: Wir haben ungefähr vierzig verschiedene Kunden eingeteilt in unsere fünf Sekmente und das heißt eben der Techniker oder die Technikerin ist vielleicht morgens beim Druckerhersteller A und mittags beim Druckersteller B Und wir können uns natürlich auch nicht leisten da ständig Die Kleidung zu wechseln oder die Aufleber auf dem Firmwagen.

00:06:30: Und zu tauschen, deshalb treten wir schon unter unserem eigenen Namen als LPR Group auf aber natürlich immer mit dem Verweis Wir kommen im Auftrag von Kunde AB oder C. Das erfolgt dann auch der Tonspur.

00:06:45: Ansonsten sind unsere Techniker eben Mit dem LPR Brand unterwegs.

00:06:51: Das würden wir wahrscheinlich viel zu viel Zeit damit verbringen, die Kleider zu tauschen was vielleicht im Sommer noch geht.

00:06:57: Im Winter wenn es regnet und kalt ist macht das glaube ich auch nicht so viel Spaß.

00:07:03: Also insofern macht es da durchaus Sinn sich der andere Strategien zurechtzulegen.

00:07:07: Sag mal das bedeutet ja aber im Umkehrschluss ja auch dass Also normalerweise sprechen wir ja immer jedes Servicerlebnis oder jedes Kundenerlebnis zahlt auf die Marke ein etc.

00:07:17: etc.,

00:07:19: deshalb ihr hier nicht, weil natürlich zahlen die Erlebnisse auf die marke ein, nämlich auf eure... Auf die Kundenmarken, die ihr vertretet.

00:07:26: aber nachdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ja nicht direkt für die Marcke arbeiten ist das natürlich auch anders mit der Verbundenheit zu einer Marke.

00:07:36: Wie macht ihr denn?

00:07:37: Oder wie haltet ihr das dass Jeder eurer Kollegen, die Verbundenheit der Marke vertritt.

00:07:44: Denn am Ende des Tages kommt ihr ja meistens im Einsatz wenn was schief geht also wenn irgendwas nicht funktioniert sonst werdet ihr auch gar nicht gerufen.

00:07:51: Also wie machte das menschlich?

00:07:53: Weil es ist ja die Herausforderung für eure Heldinnen und Helden wie du das vorhin schon genannt hast dass sie ja für Drittmarken arbeiten.

00:08:01: Das ist eine der spannendsten Fragen Und wirklich ein großes Spannungsfeld wo wir uns jeden Tag bewegen, weil wir treten natürlich auf im Auftrag von einer Marke.

00:08:13: Aber es ist eben nicht unsere eigene Marke, deshalb unsere Techniker repräsentieren in dem Fall natürlich auch unseren Kunden.

00:08:20: gleichzeitig repräzentieren sie die LPR.

00:08:24: Natürlich heißt Die Werte beider Firmen müssen auch zusammenpassen, um es eben dem Techniker vor Ort möglichst einfach zu machen.

00:08:31: Je ähnlicher wir Servicephilosophien beide Firmen haben und so einfacher ist das für den Techniker natürlich vor Ort diese Werte die die beiden eigentlich vertreten zu vermitteln und auch zu leben.

00:08:45: Und das Schwande ist ja wirklich für diese Techniker.

00:08:49: Sie haben eine hohe technische Komplexität, eine prozessuale Komplexigkeit.

00:08:53: und dann eben das Thema ja ich sag mal People oder Soft Skills.

00:08:57: wir kriegen quasi den Ärger ab für ein Stück Hardware was nicht funktioniert was gar nicht unser eigenes Produkt ist.

00:09:05: Das verlangt viel ab von den Technikern bedeutet aber auch für uns natürlich Wir müssen die Techniker auch in diese Richtung Schulen ausbilden und ihnen immer wieder klarmachen, dass sie im Auftrag namenhafter Hersteller unterwegs sind.

00:09:20: Und das sie das immer im Kopf haben müssen.

00:09:23: Das ist natürlich ein Spannungsfeld was viel abverlangt von den Jungs- und Mädels da draußen an der Front.

00:09:31: Die große Herausforderung, ich sage immer braucht es eine gute Kombination von Nähe und Beziehungen aufzubauen aber auch Distanz.

00:09:37: Denn dünn-häutig darf man da nicht sein!

00:09:40: Ich kann mir gut vorstellen dass es da Kunden gibt die mit Freude und offenen Armen warten und sagen schön das sie da sind unses helfen.

00:09:49: und dann wird's aber sicherlich auch den ein oder anderen geben der erstmal einen schwallernen Pörerung über das nicht funktionierende Produkt über die Technik erschüttert?

00:09:57: Das gibt es auf jeden Fall.

00:09:59: so unterschiedlich wie die Menschen sind, gibt es da auch unterschiedliche Erlebnisse.

00:10:03: Es ist wirklich von endlich seid ihr da Danke.

00:10:07: wo wir mit offenen Armen und der Kaffee wartet schon empfangen werden bis hin zu den ersten zehn Minuten ist eben das Geschimpfe wie schlecht die Hardware ist Wie schwer die Hotline zu erreichen.

00:10:19: Neu hinzu kommt jetzt übrigens die Beschwerden über Chatbots.

00:10:22: Man hat ja gar kein Menschen mehr am Telefon, sondern muss da ewig chatten.

00:10:26: Das bekommen unsere Techniker zu spüren.

00:10:30: Gott sei Dank wissen die meisten unserer Kunden natürlich auch mittlerweile dass wir ja quasi nur der Helfende Hand sind oder Entfüllungsgehilfe sind und gehen entsprechend da auch rücksichtsvoll mit unseren Technikern um.

00:10:42: Aber da erlebt man viele, viele spannende Dinge jeden Tag aufs Neue wo man dann natürlich auch mal die Techniker wieder beruhigen muss und sagen nimm's bitte nicht persönlich.

00:10:52: Es trifft dich gerade das ist Teil deines Jobs.

00:10:57: Auf der anderen Seite dadurch dass wir eben ja ein ganz anderes Verhältnis zu diesen Kunden haben, haben wir auch einen gewissen anderen Druck.

00:11:07: unsere Techniker haben auch nicht mehr heute die Zeit.

00:11:10: Ach, der Drucker ist kaputt.

00:11:11: Da oben steht noch ein Drucker.

00:11:13: Kannst du dir den auch mal anschauen?

00:11:15: So funktioniert unsere Welt nicht weil wir eben wirklich als Third Party Provider unterwegs sind und das ist natürlich auch eine Lernkurve sowohl für die Techniker als auch für die Endkunden.

00:11:26: bloß weil einer da ist kann man ihn eben nicht durch durch den Riesenvorpark an.

00:11:30: ich sage mal Technik die man hat ziehen dann noch mal alles reparieren lassen.

00:11:37: Da sind also viele spannende Geschichten, die da passen.

00:11:39: Sag man das vorhin gesagt Emilie Alphal, passen die Werte der eurer Kundenunternehmen und eure Werte so zusammen?

00:11:44: Dann fällt es den Mitarbeitern am leichtesten dort die Marken sozusagen zu vertreten wenn ihr Kunden auswählt oder wenn Kunden euch auswählt, egal in welche Richtung jetzt.

00:11:58: Ist das ein Kriterium, dass ihr anschaut?

00:12:01: Oder ist es kein kriterium?

00:12:03: Wir schauen

00:12:04: schon mit da drauf was der Selbstverständnis-Richtungsservice dieser Kunden ist.

00:12:10: einfach umzugucken, dass es auch wirklich passt.

00:12:13: wir haben ja... Es gibt da draußen welche die sagen Service ist ein notwendiges Übel bis hin zu denen Erkannt haben, dass Service ein wichtiger strategischer Faktor ist.

00:12:25: Einmal natürlich zur Umsatzgenerierung.

00:12:28: Ich kann mich über den Service differenzieren bis hin aber auch zum Thema Kundenbindung.

00:12:33: und die Kunden,

00:12:35: die

00:12:36: quasi service-strategisch denken, die das selbst in ihrer DNA haben und erkannt haben wie wichtig ein guter Service ist gerade für die Kundenbindung Aber auch um zusätzliches Geschäft zu generieren Das sind eigentlich die angenehmsten Kunden, die dann auch eben gut zu unserer DNA natürlich passen als reiner Dienstleister.

00:12:58: Und mit denen macht es dann auch sehr viel Spaß da.

00:13:01: Da spricht man auf Augenhöhe und jeder versteht wie wichtig der Service ist.

00:13:11: Ja das ist eben das wo wir auch darauf

00:13:13: achten.

00:13:14: Ich kann mir gut vorstellen, dass die Service-Level dann auch sehr unterschiedlich sein werden.

00:13:17: Das wird ja sehr individuell sein bei allen Kunden.

00:13:20: und wie du schon sagst wenn ich Service als strategischen Erfolgsfaktor für mich identifiziert habe, unternehmerisch.

00:13:28: Dann werde ich andere Service Level vereinbaren oder werde andere Messkriterien auch haben, andere KPIs auch nutzen.

00:13:34: als jemand der sagt okay, Service müssen wir auch machen dann sind die Service Level meistens deutlich geringer und weniger anspruchsvoll als bei denen die sagen Wir wollen nicht nur ein Produkt Champion sein sondern wir haben verstanden dass wir auch ein Service Champion sein müssen um in der Zukunft erfolgreich zu sein.

00:13:55: Zumal ja viele Produkte, du hast ja schon gerade ein paar Spaten genannt.

00:13:58: Ja heute auch vernetzte Produkte sind und damit können wir eigentlich als Service und Produkt an vielen Stellen gar nicht mehr trennen.

00:14:08: Ich komme noch mal zurück zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

00:14:11: Wie steuert ihr das?

00:14:12: Denn es bedeutet ja jedes Mal, muss ich mir überlegen welchen Service Level habe ich jetzt hier vor mir?

00:14:16: Also welche Service Level vertrete ich und wie werde ich diese einzelnen Marke gerecht?

00:14:25: Macht ihr das technologisch oder wird euch das vorstellen?

00:14:27: Der Techniker hat's in diesem Fall einfach.

00:14:30: Weil der Techniker bekommt die Aufträge für den Tag.

00:14:34: also zu unserem Konzept Am Tag heute bekommen wir viele, viele Aufträge rein die im SLA größtenteils zu ninety-fünf Prozent am Next Business Day erledigt werden müssen.

00:14:47: Wenn der Techniker morgens nach dem Kaffee auf sein Handy schaut sieht er welche Aufträge er für den Tag hat.

00:14:54: Der Techniker weiß meistens gar nicht ist es eigentlich der SLA?

00:14:58: müssen wir nächsten Tag da sein oder übermorgen, ihr kriegt einfach nur die Aufträge.

00:15:03: Die Komplexität hier entsteht bei uns in der Disposition also in der Technikersteuerung.

00:15:09: das haben wir aber über Software-Lösungen unser Service Management Software abgedeckt dass wir direkt sehen können da haben wir volle Transparenz darüber welche Aufträge sind wann zu erledigen Und entsprechend können wir das dann einplanen.

00:15:26: Aber der Techniker, das ist das Gute in diesem Fall, spürt davon gar nichts.

00:15:31: Das heißt du versuchst dir natürlich maximal zu entlasten und ihnen das eben so leicht zu machen, dass sie sich da richtig

00:15:38: gut

00:15:38: konzentrieren können macht ihr auch auf jeden Fall.

00:15:40: Jetzt bist Du ja Strategie.

00:15:43: Wo siehst Du denn die größten Zukunftsfelder für euer

00:15:48: Business?

00:15:48: Ja, Du hast es eben schon kurz erwähnt!

00:15:50: Die Maschinen... Die senden ja immer mehr Daten.

00:15:54: Ich sehe zwei große Bereiche und komme wieder zu den Kunden, die Service strategisch denken.

00:16:00: mit denen sind wir schon in intensiven Diskussionen natürlich auch hin von break and fix zu preventive und predictive.

00:16:10: ich versuche vorherzusagen wann wird denn ein Gerät kaputt gehen basierend auf historischen Daten um dann eben zu reparieren bevor es kaputt ist.

00:16:19: Das ist ein ganz spannendes Feld, da tobe ich mich auch gerade aus mit meinen Kollegen zusammen mit unseren Kunden.

00:16:27: Ich nehme eine ganz einfache Beispiele.

00:16:29: Ein Auto muss immer nach fünfzigtausend Kilometern zur Inspektion.

00:16:34: Das Gleiche kann man natürlich auch schon anwenden in Drucktechnik Medizintechnik Robotik wenn ich weiß irgendein bestimmtes Teil geht nach einer Laufleistung X kaputt.

00:16:46: Dann kann ich eben kurz vorher schon mal vorbeifahren, wenn ich diese Daten habe um zu reparieren bevor etwas kaputt ist.

00:16:53: Und damit reduziere ich sofort die Ausfallzeit also die Downtime und das ist eben die Diskussion wieder mit den Leuten die Software, die Service und Software auf strategisch denken.

00:17:06: ja weil sie verstehen okay Ich habe eine höhere Abtyme, ich hab eine höere Verfügbarkeit Das kann ich wieder meinem Endkunden natürlich verkaufen.

00:17:16: So bewegt man sich von reinem Reparieren hinzu, ich koppel Service Software eine gewisse Intelligenz und Logik zusammen um so ein noch höheren Zufriedenheitsfaktor und noch höhere Verfügbarkeit an den Markt zu bringen.

00:17:33: Zum einen das was du schon geschildert hast die höhere verfügbarkeit zum anderen natürlich aber auch auf der Kundenseite natürlich auch Kosten ersparen ist weil weil man eben keine Ausfälle hat.

00:17:45: Das ist ja bei, je nachdem welche Maschinen es sind dass ich komme ursprünglich aus der Druckindustrie da waren das ja unglaubliche Stundensätze die so eine Druckmaschine gekostet hat.

00:17:54: also jedes mal wenn die da drei vier Stunden gestanden ist hat das in Vermögen gekosted.

00:17:59: und insofern haben wir ja diesen einen Punkt und das macht natürlich Service auch nochmal wertvoller weil das diskutieren wir ja schon seit Jahrzehnten.

00:18:06: das vorhin schon gesagt welchen Stellenwert hat Service?

00:18:09: Und sind wir bereit für Servicegeld auszugehen und ist das eben nur so nice to have oder noch schlimmer, ein notwendiges Übel.

00:18:19: Oder sagen wir damit können wir wirklich etwas optimieren, etwas verbessern?

00:18:25: Und auf der anderen Seite jetzt auch auf eurer Seite bedeutet es ja im Umkehrschluss dass man viel besser planen kann denn ich bin nicht immer die Feuerwehr die nur schnell geholt wird wenn was nicht läuft sondern ich kann ja einen ganz anders Techniker ganz anders planen.

00:18:42: Ich kann Ressourcen ganz anderes planen,

00:18:44: oder?

00:18:45: Absolut!

00:18:46: Da ist natürlich auch ein bisschen unsere Motivation mit, dass wir eben – das hast du schön gesagt – nicht die Feuerwehr sind sondern die Brandverhüter eigentlich und dass wir auch proaktiv rausfahren können und entsprechend können wir dann natürlich auch unsere Technikerinnen viel einfacher und leichter verplanen, was uns natürlich sehr, sehr viel overhead sparen könnte oder eben auch viel Flexibilität wieder gibt.

00:19:14: Und deshalb ist das natürlich auch so ein bisschen ein leicht egoistischer Ansatz auch ja, dass wir gucken wie können wir uns natürlich auch optimieren oder noch deutlich verbessern, was wir dann unseren Kunden und Partnern zur Verfügung stehen?

00:19:28: Ja, und ich glaube auch an Spannen machen wir uns jetzt nichts fort.

00:19:33: Ich bleibe bei dem Bild der Feuerwehr, wenn man immer die Feuerwehr ist.

00:19:36: das ist ja schon anders fordernd als wenn ich sage ich kann etwas proaktiv angehen.

00:19:45: Das ist ja immer was anderes, also der Druck reduziert sich hier auch für diejenigen in der Planung aber auch für denjenigen, die den Service umsetzen und das ist schon ein wichtiger Effekt damit man möglichst viele Menschen motivieren kann solche technischen Dienstleistungsberufe zu ergreifen weil es ist ja auch ein ganz wichtiger Faktor.

00:20:05: ihr arbeitet ja ausschließlich mit Fachkräften davon gehe ich aus die sehr viel Know-how haben weil dass sie auch einen Asset wie bei einer Bankenbranche sagen Ja, ein Essent für euch.

00:20:17: Sag mal, das bedeutet ja auch... Spann ich den Bogen noch einmal dorthin?

00:20:21: Das bedeutet dir auch für die Weiterbildung dass, sag ich mal komme jetzt erstmal zu den Fachkräften aber auch zur Weiterbildung.

00:20:28: Das bedeutet ihr auch bei der Rekrutierung eurer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass ihr viele gute Leute braucht um das gut machen zu können.

00:20:35: Aber ich nehme an, Weiterbildung ist ja auch auf einem ganz ganz hohem Niveau.

00:20:41: Sonst könnte ja diesen technischen oder technologischen Veränderungen gar nicht standhalten?

00:20:45: Absolut, das drückt weil gerade durch unser breites Portfolio ist es schwer Mitarbeiter zu finden die das alles schon abdecken.

00:20:54: und auch hier natürlich innerhalb des Portfolios ist eine sehr unterschiedliche Komplexität.

00:21:02: So ein Point of Sale ist meistens nur Plug and Play ich stöpfe so was aus Stöpsel-Neuesgerät dran.

00:21:08: Auf der anderen Seite Drucktechnik, Medizintechnik, Robotik das ist schon hochkomplex.

00:21:14: Das heißt also auch hier bieten wir für unsere Techniker natürlich weiter Entwicklungen an und auch die Technik an sich entwickelt sich ja immer weiter.

00:21:22: ein Drucker von vor fünf Jahren ist anders als ein Drucka heute oder gerade die Robotik.

00:21:29: So schnell lebe ich aktuell, da passieren ja so viele Dinge.

00:21:34: Das heißt man muss sich kontinuierlich ständig weiterentwickeln Richtung Technik aber natürlich dann auch wieder Richtung der Softskills weil eben die Erwartungen des Kunden sich auch wieder ändern.

00:21:47: Früher war ein Techniker jemanden der hat einfach geschraubt, er ist hingegangen und geht weg.

00:21:52: heute brauchen auch die Techniker kommunikatives Skills um entweder eine Eskalation zu deeskalieren oder vielleicht dem Kunden auch noch mal vernünftig erklären zu können, wie müssen Sie eigentlich das Gerät betreiben damit es möglichst langlebig und möglichst fehlerfrei läuft.

00:22:08: Also auch da müssen sich unsere – und das machen wir ja auch – unsere Techniker kontinuierlich weiterbilden, sowohl technisch als auch eben auf der Seite des Soft Skills.

00:22:18: Und das macht den Beruf natürlich auch so interessant!

00:22:21: Es ist eben nicht langweilig, weil ich sehr viele verschiedene Produkte jedes Mal wieder kennenlerne und reparieren warten darf.

00:22:31: Also da ist ja kein Tag wie der andere!

00:22:35: Auch immer eine schöne Sache.

00:22:36: Wie darf ich mir das vorstellen?

00:22:38: Es gibt ja Weiterbildung, kann man von e-Learning begonnen was ja in der Technik oder Technologie getriebenen Branchen schon sehr früh begonnen hat.

00:22:45: zum Beispiel in der Automobilbranche hat man schon über zwanzig Jahren.

00:22:48: hatten wir schon e-learning Konzepte.

00:22:51: Das wird bei euch auch eine große Rolle spielen weil die Techniker hier unterwegs sind, kann ich mir gut vorstellen.

00:22:55: aber setzt ihr auf etwas wie kollegiales Lernen denn man kann jetzt viel voneinander lernen oder wie darf ich mich das vorstellen

00:23:03: in der Umsetzung Auch alles?

00:23:06: im Grunde ist ein Wunderblumenstrauß.

00:23:08: Es fängt eben an vom e-Learning Präsenztrainings, man muss auch mal den Schraubenzieher in der Hand gehabt haben und ein Gerät auseinander gebaut und wieder zusammengesetzt haben um wirklich zu verstehen wie kann ich möglichst schnell etwas lösen?

00:23:25: Das klassische Training aber eben auch genau kollegiales Lernen.

00:23:31: Wir motivieren unsere Kollegen immer wenn Sie mal Hilfe brauchen, den Kollegen anzurufen bevor sie bei uns im Helpdesk oder im Second Level anrufen.

00:23:41: Das machen die auch schon.

00:23:43: Jeder weiß wen kann ich anrufen für welchen Spezialfall.

00:23:48: bei zweitfünfzig Technikern gibt es eben welche sind sehr gut in der Robotik Es gibt welche die sind sehrgut in der Medizintechnik.

00:23:56: Jungs und Mädels kennen sich alle.

00:23:58: Und wissen eben, wen kann ich anrufen?

00:24:00: Und sie tauschen sich sogar auch proaktiv aus.

00:24:04: Ich hatte heute hier einen Fall den habe ich erst einmal von hundert Fällen gehabt... ...und dann schreiben Sie Ihre Learnings in die verschiedensten Teams Kanäle... ....und tauschten sich da aus was natürlich auch extrem wertvoll ist.

00:24:17: Gerade bei der Vielfalt an Systemen, die wir im Portfolio haben.

00:24:22: Dieser Wissensaustausch... Es ist auch eine Wertschätzung für den Einzelnen, ich glaube das hat ja viele Komponenten.

00:24:29: Die Kollegen

00:24:30: fühlen sich wirklich auch wertgeschätzt wenn das Telefon klingelt und jemand um Hilfe fragt.

00:24:36: Das merkt man die fühlen sie dann noch mal doppelt gebraucht nicht nur als Feuerwehrmann sondern eben auch als Freund und Helfer.

00:24:44: und da merkt einfach dass es ihnen den Kolleginnen Spaß macht eben auch den anderen mit zu helfen Und Sie geben gerne Ihr Wissen weiter, das ist einfach wirklich sehr schön zu sehen.

00:24:59: Jetzt

00:25:01: haben wir schon gesprochen über Daten, über vernetzte Produkte und Technologien.

00:25:07: Wenn du so ein bisschen nach vorne schaust, du beschäftigst dich ja auch sehr stark mit Technologien.

00:25:12: Weil jede Technologie ist für euch ein mögliches Geschäftsfeld und du hast gerade vorhin schon gesprochen über Boards in der Service-Kommunikation, in der Telefonie im Customer Care Bereich.

00:25:25: Wenn du es nach vorne schaut was würdest du sagen?

00:25:27: So in den nächsten zehn Jahren aus deinem Blickwinkel welche Technologin werden euer Geschäft besonders prägen?

00:25:34: Robotik auf jeden Fall!

00:25:37: Sei es die Co-Bots, sag ich mal.

00:25:39: Die Menschen unterstützen, helfen Reinigungsroboter, Serviceroboter.

00:25:44: Das ist definitiv ein wachsender und neuer und extrem spannender Markt.

00:25:49: da passiert gerade sehr viel aber auch natürlich hin zu mehr Automatisierung.

00:25:55: Die humanoiden Roboter kommen immer mehr und mehr.

00:25:59: das ist sicherlich auch ein Feld was in der Zukunft sehr stark wachsen wird wo wir aktiv sind.

00:26:07: und das Thema viele Wissens nicht oder viele Wissen, aber realisieren ist nicht das ganze Thema Paketstation.

00:26:14: Auch hier passiert sehr viel.

00:26:17: es entstehen immer mehr Paketsstationen weil die ganzen Lieferdienste natürlich ich sage mal die letzte Meile optimieren möchten.

00:26:25: und das ist noch ein wirklich zukunftsmarkt ein wachsender Markt wo spannende Technologien auch sind und die dann auch wieder gekoppelt mit Robotik.

00:26:38: Da ist, denke ich mal sehr viel Potenzial in den nächsten Jahren.

00:26:42: und natürlich wenn ich mal so Richtung Einzelhandelschaue von der traditionellen Kasse hin zu Self-Checkout Lösungen oder anderen intelligenten Check out Lösungen da wird, denke

00:27:02: Absolut, eben auch aus der Konsumenten Sicht.

00:27:04: Wir haben hier in Düsseldorf auch einige Lebensmittelläden, Das sind ein oder andere an einige Werbeteil übertrieben, die nicht nur diese normalen Self-Service-Kassen haben sondern wo du eben wirklich nur noch deinen Körpchen hinstellst und die Kasse weiß was drin ist.

00:27:19: Du bezahlst dich finde das unglaublich komfortabel solche Kassen zu haben.

00:27:23: aber es entscheidet natürlich auch aus der Unternehmenssicht dass sie auch funktionieren denn sonst wäre das nicht ganz so pfiffig und nicht ganzso günstig fürs Unternehmen.

00:27:34: jetzt hast du ja schon unter die Robotik das ist ja auch liegt dir auf der Hand weil wenn man nehmen mal in Pflege zum Beispiel oder in der Krankenpflege auch Roboter einsetzt, was ja an der einen oder anderen Stelle.

00:27:45: auch international schon vermehrter Fall ist, dann bin ich natürlich als Krankenhaus oder Pflegestation extrem darauf angewiesen.

00:27:53: Dass man da eine Funktionalität hat und dass man sich drauf verlassen kann, dass die Dinger funktionieren.

00:27:58: Und das kann ich mir gut vorstellen, denn es würde ja der gesamte Servicekreislauf zusammenbrechen und das kann natürlich kein Mensch wollen.

00:28:08: Sag mal, das ist ja immer eine ganz spannende Frage glaube ich unternehmerisch betrachtet und wahrscheinlich die Gretchenfrage für jedes Unternehmen.

00:28:16: Machen wir jetzt unseren Service selber, also bauen wir selbst Service-Einheiten auf die genau das tun was ihr macht?

00:28:23: oder

00:28:24: macht es Sinn unsere Services aus unserer technischen Services samt dem Komplettprogramm Out-to-Sourcing?

00:28:33: Was würdest du denn sagen?

00:28:35: Wann lohnt sich denn ein Outsourcing und wann nicht?

00:28:39: Das ist eine der spannendsten Fragen.

00:28:40: Du wirst natürlich sagen, dass es lohnt dich immer!

00:28:43: Das

00:28:44: würde ich nicht mal so unterschreiben.

00:28:47: Aber es ist eine extrem spannende Frage, die wir natürlich auch intensiv mit unseren Kunden diskutieren.

00:28:54: Grundsätzlich ist aus meiner Sicht die Welt hier nicht schwarz-weiß.

00:28:58: Es kommt immer auf das eigene Geschäftsmodell an.

00:29:00: und in welchem Markt bin ich unterwegs?

00:29:03: Und es gibt Kunden, die sind im schrumpfenden Märkten unterwegs.

00:29:10: Die installierte Basis sinkt, sie haben immer weniger Maschinen im Feld.

00:29:15: Entsprechend wird es im Service dann natürlich schwierig die richtige Anzahl an Technikern vorzuhalten oder der Service wird einfach unprofitabel weil die eigenen Techniker nicht ausgelastet sind.

00:29:31: In diesen Fällen macht es natürlich Sinn über Outsourcing nachzudenken entweder komplett an einen externen Dienstleister oder eben bestimmte Regionen, wo man selber Schwächen hat.

00:29:42: Dann gibt es die Kunden, die in Wachstumsmärkten sind – nehmen wir mal wieder die Robotik -, wo die installierte Basis noch recht niedrig ist.

00:29:50: Auch da macht es natürlich erstmal Sinn mit externen Dienstleistern zu arbeiten, weil die eigenen Techniker kann man vielleicht noch gar nicht richtig auslasten.

00:29:59: Weil eben noch nicht genug Systeme im Umlauf sind und hier kann wieder ein Dienstleister helfen.

00:30:07: Und ansonsten alle, die dazwischen liegen, dann machen sicherlich hybride Modelle Sinn.

00:30:11: wir sehen viele hybride Modelle und ich finde auch gar nicht schlimm sondern im Gegenteil sie sind gut wo eben Hersteller Ich sag mal, ein-zwei Handvoll eigene Techniker verteilt haben über das ganze Land und der Rest wird eben von einem Dienstleister gemacht.

00:30:28: Und hier gibt es dann – ich nenn's immer so dieses Buddy-Konzept!

00:30:32: Das heißt die Techniker des Herstellers sind auch hier wieder eng vernetzt mit unseren eigenen Technikern, tauschen sich aus... Hersteller-Techniker hat meistens noch mal ein tieferes Knowhow.

00:30:44: Und die ergänzen sich, lernen voneinander und das ist eigentlich ein Modell wo ich festgestellt habe.

00:30:52: da haben beide Parteien eigentlich die meisten Vorteile von und liegt eben auch auf der Hand.

00:31:00: natürlich man kann sich gegenseitig ergänzten.

00:31:03: gerade wenn Technika mein Urlaub sind springt der Dienstleister ein oder umgekehrt.

00:31:07: Das sind die Hybridenmodelle, die sehr viel Sinn machen und wo eigentlich beide Parteien plus der Endkunde den größten Nutzen von haben am Ende des Tages.

00:31:19: Auf jeden Fall.

00:31:20: Man erhöht das ja die Flexibilität und natürlich auch nämlich an die Geschwindigkeit.

00:31:26: wenn ich mehr Know-how habe dann ist man einfach schneller, machen wir uns nichts vor nicht mehr so viel trial and error.

00:31:31: Das macht auf jeden Fall Sinn.

00:31:36: Die wird ja schon viel begegnet sein, wenn Unternehmen ein Service-Netzwerk aufbauen.

00:31:44: Auch in diesen Hybridmodellen wie du das gerade beschrieben hast.

00:31:48: Welche Fehler werden da gemacht?

00:31:50: Welche Träden gibt es da und welche Träten können wir vermeiden?

00:31:57: Fehler werden gemacht ist auch gut daraus soll man lernen.

00:32:02: also die ich glaube der größte Fehler, der gemacht wird ist das eigene Wachstum zu überschätzen oder zu unterschätzen.

00:32:16: Häufig geht es von irgendeinem gewissen Wachsstum einer gewissen installierten Basis aus.

00:32:22: wenn das nicht eintritt.

00:32:24: Ist man eben aufgeschmissen weil man entweder zu viele oder zu wenig Techniker dann auf der Straße hat.

00:32:33: Das heißt also, das Learning-Style Service und Sales müssen sehr eng zusammenarbeiten.

00:32:38: Die müssen sehr abgestimmt sein damit man eben nicht in ein Loch fällt.

00:32:42: Ich glaube, dass ist ein wichtiges Learning und man darf nicht unterschätzen wenn man eine Serviceorganisation aufbaut.

00:32:50: Das Onboarding braucht Zeit!

00:32:53: Wenn ich jetzt neue Kunden, neue Prozesse, neue Technologie aufschalte Das braucht Zeit, Techniker müssen ausgebildet sein.

00:33:02: Ich brauche eine gute Dokumentation sowohl die Reparaturanweisungen Handbücher.

00:33:08: ich muss mir darüber im Klaren sein wie helfe ich den Technikaner draußen auf der Straße?

00:33:14: Habe ich eigentlich den Support auch im Hintergrund der den Technikern hilft?

00:33:20: also das wird auch häufig unterschätzt.

00:33:24: Man schmeißt etwas über einen Zaun in den Service, egal ob in den eigenen oder in den Third-Party-Service und hofft dass irgendwer etwas auffängt.

00:33:32: Also das ist auch ein Fehler.

00:33:34: Es ist ein Projekt, das sorgfältig geplant und durchgeführt werden muss Und es is nicht macht mal eben.

00:33:45: Ich denke da sind so die zwei großen Stolpersteine.

00:33:49: man braucht die enge Verzahnung zum Sales zu sehr auf die leichte Schulter.

00:33:55: Und das ist gerade so schön gesagt, diese Verzahnung zu seelst.

00:33:58: da kommt ein natürliches Silo-Denken, dass es ja gerade in großen Unternehmen an vielen Stellen noch gibt, das hier jedes Jahr getrennt für sich seine Ziele verfolgt.

00:34:07: Das spielt dann natürlich nicht in die Karten, das heißt am besten kann man natürlich auch performen wenn man das gut aufgebrochen hat und man dort eben diese gemeinsame eine gemeinsame Strategie verfolgen und wie du schon sagst im engen Austausch bist.

00:34:23: Genau da sind wir ja quasi wieder bei der Strategie.

00:34:26: also die Unternehmen die im Service strategisch denken haben idealerweise natürlich Sales und und Service eng verzahnt.

00:34:35: Und dann laufen die eben nicht direkt in diese Stolperfallen schon direkt rein?

00:34:41: Ich kann mir allerdings vorstellen, dass ja gerade in unseren Zeiten, die wir aktuell haben, die ein bissel ich möchte mal neutral ausdrücken wo der Ziel sind und in denen wir oft nicht wissen was morgen ist, ist natürlich die Einschätzung von Voluminern durchaus herausfordernd und braucht natürlich sehr viel, ich möchte sagen denbarkeit oder

00:35:01: Absolut.

00:35:02: Das braucht sehr viel Dehnbarkeit, sehr viel Flexibilität.

00:35:06: Niemand kann in diesen Zeiten voraussagen wie wird sich eine installierte Basis eigentlich entwickeln?

00:35:14: Wie zuverlässig ist die Sales Pipeline?

00:35:17: Das ist aktuell glaube ich sehr, sehr viele Glaskubel lesen.

00:35:22: Wer zum Light Pestler ist...

00:35:24: Ja, der kann das gar nicht mehr gut vorstellen.

00:35:26: Weil am Ende landet es ja bei euch oder auch in einem Hybridenservice-Modell bei den internen Technikern, dass man natürlich sehr Fluent, würde man sagen sein muss damit man alles das auffangen kann.

00:35:40: Und trotzdem muss man die Ressourcen vorhalten denn wenn man ein schnelles Wachstum hat – ich erinnere mich da an den Jahr im Jahr und am Anfang gedacht haben wir jetzt eine totale Krise und dann ist es wieder viel schneller angesprungen als die meisten Menschen das geahnt hatten und das fordert einem natürlich schon extreme Flexibilität

00:36:04: ab.".

00:36:04: Das ist absolut richtig.

00:36:06: Diese Flexibilität, die muss man haben, ist aber nicht immer einfach umzusetzen auf dem Papier, hört sich das selber schön

00:36:13: an und sagt

00:36:14: ihr müsst flexibel sein.

00:36:15: Aber man muss sich das mal rein praktisch vorstellen.

00:36:20: Wir haben Zweihundertfünfzig Techniker.

00:36:22: Würden wir Zwei-Hundfünfzig Techniker auf eine Technologie jetzt Neu-Schul neu trainieren?

00:36:28: Würden wie flexibel seien würden wir natürlich viele, viele andere Kunden unglücklich machen.

00:36:33: Weil diese Techniker eben keine Einsätze mehr fahren könnten.

00:36:35: und auf der anderen Seite würde man sehr viele Techniker trainieren die vielleicht in sechs Monaten, vielleicht in neun Monaten oder erst in zwölf Monaten den ersten Einsatz haben um bis seines das Wissen verflogen.

00:36:47: Also es ist immer ein Balanceakt zu sagen wann trainiere ich die Techniker?

00:36:52: Und wie viele Technika trainire ich?

00:36:55: Und hier erfordert es sehr viel und intensive Kommunikation und Abstimmung mit dem Kunden.

00:37:01: Und das muss eben am Ende wieder zusammenpassen, damit es nicht zu Eskalation kommt, nicht zu Kunden Unzufriedenheiten kommt.

00:37:10: Das setzt sehr, sehr viel sorgfältige Planung voraus und viele offene Dialoge

00:37:16: Ja, absolut.

00:37:17: Und das hat man ja aktuell natürlich durch die Echtzeitmodelle, wir haben ja permanent Updates heute,

00:37:22: d.h.,

00:37:23: was man heute schulen ist vielleicht wenn ich das nicht angewendet habe in sechs Monaten auch schon partiell wieder obsolet oder überholt und dann war eben dann ehrlich gesagt auch umsonst.

00:37:34: Das kann ich mir gut vorstellen wie wichtig da diese Zeitnähe zwei Dinge, die Verfügbarkeit aber zeitnahe, entscheidend sind.

00:37:42: Du lassest mit einem Blick in die Zukunft noch mal werfen!

00:37:47: Meinst du, dass der klassische Servistechniker – wir haben ja vorhin schon gesagt früher, weil das sehr mechanisch war.

00:37:53: Schon seit vielen Jahren sprechen wir von Mechatronikern und es gibt auch ganz neue Begriffe für technische Dienstleistungen inzwischen.

00:38:04: Wie schätzt du es ein, wird der klassischen Servistehniker unter Anführungszeichen in zehn Jahren noch dieselbe Rolle haben?

00:38:13: Also ich glaube, das Gute ist es wird den Techniker immer geben und es muss ihn auch immer geben.

00:38:19: Ich glaube aber die Rolle wird sich schon ein Stück weit ändern.

00:38:26: Vermutlich... Das ist aber wirklich ein bisschen ein bisschen Glasgow lesen.

00:38:30: Es wird dahingehend dass, dass die Techniker vielleicht etwas weniger technische Skills haben müssen weil auch viel durch, ich sag mal VR viel über AI schon unterstützt wird.

00:38:44: Also im Idealfall könnte auch ich dann plötzlich ein Gerät reparieren, weil ich eben über Systeme und Software im Hintergrund zum Problem geführt werde.

00:38:55: Vielleicht sogar mit einer intelligenten VR-Brille arbeiten kann und dort schon sehe wo muss sich eigentlich Schraubenschlüssel und Co ansetzen?

00:39:06: Und welche Teile muss ich austauschen?

00:39:10: Gleichzeitig werden die Hardware Hersteller wahrscheinlich auch Richtung Servicability weiter denken.

00:39:16: Also wie gut kann ich ein Gerät eigentlich servisieren, um im Idealfall nur noch eins zwei Handgriffe zu machen, um eben die Teile auszutauschen?

00:39:26: Und was heute noch viel der Fall ist und das sehen wir, dass das schiftet sich schon.

00:39:31: Heute passiert noch viel Diagnose vor Ort.

00:39:34: Was ist es denn jetzt genau?

00:39:36: Drucker macht komische Geräusche, Roboter fährt nicht mehr.

00:39:40: Das wird sich in Zukunft viel, viel präziser sein.

00:39:43: also die ganze Vorqualifizierung, die ganze Vorenalyse wird deutlich präzießer, deutlich datengetriebener sein so dass eben dann wirklich die Zeit, die der Techniker vor Ort verwendet wesentlich geringer sein wird.

00:39:56: Der Techniker wird noch rausfahren Er wird aber schneller vor Ort sein er wird schneller wieder weg sein Und dabei wird er noch viel Unterstützung durch AI haben, auch das auf der Anfahrt zum Einsatzort schon mal vorgelesen wird aus dem Ticket.

00:40:13: Was erwartet dich denn da jetzt eigentlich?

00:40:15: Ich glaube, da passiert gerade schon viel.

00:40:18: Da schauen wir auch schon links und rechts mal was da so am Markt los ist.

00:40:23: Das wird den Service von morgen doch nochmal verändern aber nicht komplett auf Links kreppeln – das glaube ich nicht!

00:40:29: Jetzt habe ich am Beginn schon bei der Eindeitung gesagt, du beschäftigst dich schon dein Leben lang.

00:40:38: Weiß ich nicht weil ich nicht weiß was das ganze Leben ist aber sehr, sehr lange mit dem Thema Services und Dienstleistungen.

00:40:44: Das verbindet uns auch und möchte dir am Schluss nochmal eine persönliche Frage stellen.

00:40:51: Was macht für Dich die größte Faszination aus?

00:40:55: an diesem Thema, denn früher war ja das Thema Service ein, ich sage jetzt immer so einen Add-on zum Produkt und ihr beweist ja sehr schön wie auch andere Dienstleistungen aus ganz anderen Feldern.

00:41:08: Dass die Dienstleistung per se eine Berechtigung hat und ein Geschäftsmodell sein kann wenn man das klug macht und wir uns viel mehr von ... vielmehr zu einer Dienstleistungsgesellschaft und zu einer ... ... Dienstleistung, auch im Business-zu-Dienstleistungen ... ... Innovationen weiterentwickeln sollten.

00:41:28: Was ist dein persönlicher Antritt?

00:41:29: Was begeistert dich an diesem Thema so sehr, dass du das schon so viele Jahre ... ... strategisch

00:41:33: waren?

00:41:34: Die Arbeit mit Menschen!

00:41:36: Es ist einfach die Arbeit mit... Mit Menschen und auch immer wieder unterschiedlichsten Menschen in unterschiedlichen Situationen.

00:41:43: Ich glaube, das macht es so spannend.

00:41:45: Ja, auch die Technik.

00:41:47: Die Technik begeistert mich auch gerade Richtung der Technik, die wir beservissen.

00:41:52: Aber auch hin zu welcher Software, welche AI gibt es morgen?

00:41:56: Was kann man da einsetzen?

00:41:58: Wie können man Prozesse digitalisieren und automatisieren?

00:42:03: ist jetzt immer wieder der Faktor Mensch, der das eigentlich so spannend macht und dass durch die gesamte Kette die Menschen, die darauf warten, dass der Techniker kommt und ihnen hilft.

00:42:14: Aber genauso wie unsere Kunden mit denen man Strategien diskutiert.

00:42:21: Menschen wie du auch, die ich dich über diesen Service kennengelernt habe – was das eigentlich vielseitig so spannend und den Service liebenswert macht?

00:42:31: Das ist ein schöner Schlusswort würde ich sagen!

00:42:34: Lieber Robert, vielen Dank für diese schönen Worte.

00:42:38: Vielen Dank fürs dabei sein und dass du uns hinter die Kulissen deines Tuns und eures Tuns ausblicken lassen.

00:42:44: Denn... dass das am Beginn so schön gesagt, sind oft die stillen Servicelden.

00:42:49: Die eben dafür sorgen, dass die Dinge am Laufen bleiben.

00:42:52: Die Dienstleistung dieser Art von Services ist unglaublich wertvoll für jeden Einzelnen von uns und meistens spürt man erst wie wichtig sie ist.

00:43:01: wenn mal was nicht funktioniert dann wissen wir welchen Wert diese Dienstleistungen haben.

00:43:08: in diesem Sinn vielen Dank, dass du bei uns im Servicekosmos mit dabei warst und diese Folge mit gestalten mit deiner spannenden Expertise um mit der Einblick und lieber Zuhörerinnen und Zuhäurer, sie haben jetzt vielleicht und wahrscheinlich mehr gelernt über die stillen Servicelden.

00:43:24: Und man schaut an dieser Stelle wenn man mit ihnen zu tun hat, vielleicht nochmal ganz anders auf deren Leistung und auf deren Expertise.

00:43:32: ich wünsche euch einen schönen Sommer oder schöne Sommertage und bis demnächst wieder im Servicekosmos!

00:43:38: Tschüss.

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